Bezahlte Arbeitszeit – was gehört dazu?

Anfang August entschied das Landesarbeitsgericht Düsseldorf, dass das An- und Ausziehen der Arbeitskleidung zur bezahlten Arbeitszeit gehört, das Duschen jedoch nicht.
Viele Arbeitnehmer kennen das: die Arbeit ist getan, doch bleiben Sie oft länger um noch aufzuräumen (z.B. in der Gastronomie) oder nachzuarbeiten (z.B. im Einzelhandel).
Aber was ist eigentlich bezahlte Arbeitzeit und was ist Freizeit?

Nacharbeiten
Nacharbeiten fallen häufig im Einzelhandel an. Auch wenn das Geschäft offiziell 20 Uhr schließt, werden häufig darüber hinaus noch die letzten Kunden an der Kasse bedient.
In den meisten Arbeitsverträgen wird geregelt, dass diese Zeit nicht bezahlt wird. Die Nacharbeit sollte jedoch in einem angemessenen Verhältnis zur Arbeitszeit stehen. Bei einer Vollzeitstelle wird eine Stunde Nacharbeitszeit als normal angesehen.

Aufräumen
Das Aufräumen nach der regulären Arbeitszeit kennen vor allem Gastronomen. In den Cafés und Restaurants werden die Stühle hochgestellt, Maschinen gesäubert und Kassen geschlossen. Auch hier sollte das Aufräumen im Arbeitsvertrag geregelt sein. Nimmt die Zeit zum Aufräumen überhand sollte man mit dem Arbeitgeber sprechen und gegebenenfalls eine Bezahlung verlangen. Auch hier ist ca. eine Stunde Mehrarbeit pro Woche akzeptabel. Sollte die Mehrarbeit dauerhaft eine Stunde pro Woche überschreiten, sprechen Sie mit Ihrem Arbeitgeber. Gemeinsam kann man nach einer Lösung suchen.

Zigarettenpausen
Zigarettenpausen sind, wie der Name schon sagt, normale Pausen. Sie werden von der gesetzlichen (oder betrieblichen) Pausenzeit abgezogen und gelten demnach nicht als bezahlte Arbeitszeit.
Nach dem Arbeitszeitgesetz stehen den Arbeitnehmern bei einer Arbeitzeit von mehr als sechs Stunden 30 Minuten Ruhepause zu, bei mehr als neun Stunden sind es 45 Minuten.
Geht ein Mitarbeiter 5 Minuten vor die Tür um zu Rauchen, wird diese Zeit von der Ruhepause abgezogen. Pausen sind Freizeit und werden somit nicht bezahlt. Sie können nicht nur zum Rauchen, sondern auch zum Essen oder Spazieren gehen genutzt werden.

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Dienstreisen
Dienstreisen sind berufliche Verpflichtungen. Sie müssen dementsprechend vergütet werden. Da die Abrechnung der Stunden jedoch oft etwas kompliziert ist, ist in vielen Arbeitsverträgen eine pauschale Vergütung geregelt.
Bei Arbeitnehmern, die mehrere Wochen im Jahr unterwegs sind (z.B. Berater oder Außendienstmitarbeiter), sind die Reisen meist schon im Gehalt enthalten und werden nicht gesondert bezahlt. Auch diese Vereinbarung sollte im Arbeitsvertrag geregelt sein.

Wenn Sie bei Ihren Zusatz-Arbeiten unsicher sind, ob sie als bezahlte Arbeitszeit gelten oder nicht, lohnt sich auf jeden Fall ein prüfender Blick in den Arbeitsvertrag. Fühlen Sie sich ungerecht behandelt, weil die Mehrarbeit deutlich über das akzeptierte Maß hinausgeht, sollten Sie das Gespräch mit Ihrem Vorgesetzten suchen. Gemeinsam können Sie eine Lösung erarbeiten, z.B. Verringerung der Mehrarbeit oder eine Vergütung.

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