Tipps für Hoteliers und Gastronomen

Tipps für das zweite Quartal

Das erste Quartal ist zu Ende. Die betriebswirtschaftlichen Auswertungen sollten jetzt vorliegen. Ein Vergleich mit dem Budget zeigt, ob die geplanten Ergebnisse erreicht wurden. Notwendige Korrekturen müssen schnell erfolgen. Der reine Vergleich zum Vorjahr reicht nicht aus! Zuviele Faktoren haben sich in diesem Jahr im Gegensatz zum Vorjahr verändert, z. B. Lage der Feiertage, Kostenstrukturen (Energiekosten, Personalkosten etc.), Average Room Rate usw.. Idealerweise wird der Soll-Ist Vergleich auch mit den Mitarbeitern ausgewertet und der Hausbank zur Verfügung gestellt. Denken Sie daran, dass die Kommunikation mit der Hausbank, aber auch der Soll-Ist Vergleich Einfluss auf das Ratingergebnis hat.

Hier ein paar Tipps für Hoteliers und Gastronomen für die kommenden Monate:

1. Überprüfung der Raten, Verfügbarkeiten insbesondere für den April und Mai. Für den restlichen April wird es ggf. notwendig sein, Interessenten mit attraktiven Angeboten zur Buchung zu bewegen. Dies bedeutet Aktionsraten schalten, auf durchgehende Verfügbarkeiten insbesondere der Standardkategorie zu achten und auf Restriktionen zu verzichten.

Im Mai hingegen müssen die maximal möglichen Raten (AX) geladen sein und durchgesetzt werden. Die Aufschläge in den Buchungsportalen betragen nun bis zu 10%. Samstage, die meistens schnell zugebucht werden und dann durchgehende Buchungen (z.B. Fr-So) verhindern, könnnen als Anreise gesperrt werden. Das Yieldmanagement sorgt für optimale Ergebnisse. An der Rezeption auf Einhaltung des Kategorienverkauf inkl. der  Alternativtechnik achten.

3. Sprechen Sie mit Ihrem Steuerberater über künftigen Steuer(nach)zahlungen. Auf Grund besserer Betriebsergebnisse kommt es in der Regel zeitversetzt zu Steuernachzahlung von teilweise erheblichen Ausmaß. Diese belasten die Liquidität. Der Steuerberater hat beratende Funktion. Er sollte Sie also über diese Dinge vorausschauend informieren. Dies ist leider nur selten der Fall. Sie müssen also selbst aktiv werden.

4. Vermeiden Sie Engpässe in der Liquidität. Beim Check Out lautet die Frage: Möchten Sie mit EC Karte oder bar bezahlen. Es gibt – auch in der Gastronomie – kaum Gründe, Rechnungen zu schreiben. Wir sind keine Bank.

5. Ab 1. April sind zahlreiche neue Gesetze in Kraft getreten. Achten Sie auf den Aushang des neuen Jugendschutzgesetzes.

5. Vielen von Ihnen haben bereits eine Facebook Seite. Achten Sie auf aktuelle Informationen und Angebote. Auf unserer Seite haben wir den Mitschnitt eines Interviews eingestellt, welches im Rahmen der ITB 2016 geführt wurde. Inhaltlich ging es um die Themen Digitalisierung, Gäste- und Buchungsverhalten, Mitarbeitermotivation. Schauen Sie doch mal rein.

Wenn Ihnen das Video und die Seite gefallen, freue ich mich auf eine Rückmeldung.

Mit freundlichen Grüßen aus Berlin

Gustav Burckschat

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.