Was macht gute Personalführung aus?

Was macht den Unterschied zwischen guter und schlechter Personalführung aus? Die Führungskompetenzen des Managements beeinflussen die Gesamtergebnisse eines Unternehmens nachhaltig.

Von den Arbeitsleistungen der einzelnen Mitarbeiter (m/w), über Kundenorientierung, Kundenzufriedenheit und Fehlerquoten bis hin zu Arbeitsklima und Teamleistungen: Führungskräfte senden ihren Mitarbeitern ständig Impulse durch ihr Vorbild und durch ihr Führungsverhalten. Sie können ein Team zu Höchstleistungen motivieren oder auch in die innere Kündigung treiben.  Was genau macht also den Unterschied zwischen einer guten und einer schlechten Führungskraft aus?

WAS MACHT GUTE PERSONAL-/MITARBEITERFÜHRUNG AUS?

Die Studie „Deutschland führt?!“ der Information Factory in Zusammenarbeit mit „stellenanzeigen.de“ und „Personalwirtschaft“ hat dieses Thema neu beleuchtet und spannende Ergebnisse zu Tage gebracht.

Kernkompetenzen einer guten Führungskraft sind demnach:

  • Die Fähigkeit, mit Mitarbeitern erfolgreich zu kommunizieren.
  • Die Fähigkeit, die Belange der Mitarbeiter zu verstehen.
  • Die Fähigkeit, relevante arbeitsbezogene, fachliche Beziehungen zu Mitarbeitern aufzubauen und zu pflegen.
  • Die Fähigkeit, sich gut zu organisieren.

DIALOG ALS „A UND O“ GUTER PERSONALFÜHRUNG

Die höchste Priorität bei der Personalführung hat die Fähigkeit, erfolgreich mit Mitarbeitern zu kommunizieren. Doch genau daran scheitern bereits viele Manager. Zwar gehen 93 Prozent der Führungskräfte davon aus, offen und ehrlich mit den Mitarbeitern zu sein, weniger als die Hälfte der Mitarbeiter (42 Prozent) bestätigt jedoch, dass ihre Führungskraft einen offenen und ehrlichen Dialog mit ihnen führt.

Was auch zu wünschen übrig lässt, ist das Feedback an die Mitarbeiter durch ihre Vorgesetzten. Gerade einmal ein Viertel der Befragten gab an, regelmäßig Feedback zu bekommen. Fast die Hälfte meinte, gar kein Feedback zu erhalten. Auch in diesem Bereich schätzen sich die Manager deutlich besser ein als sie von ihren Mitarbeitern wahrgenommen werden.

LEBEN FÜHRUNGSKRÄFTE UND MITARBEITER IN PARALLELWELTEN?

Wieso gehen die Meinungen von Führungskräften und Mitarbeitern so weit auseinander? Vermutlich ist es eine Frage der Perspektive. Führungskräfte sehen ihre Welt hauptsächlich aus der Unternehmensperspektive und vergessen leicht, wie wichtig die zwischenmenschlichen Beziehungen sind und wie stark sie auf ihr Team angewiesen sind, um Projekte erfolgreich bewältigen zu können. Mitarbeiter müssen lernen, die Gesamtverantwortung im Auge zu behalten, die in unserer vernetzten Arbeitswelt immer wichtiger wird.

ENTWICKLUNGSPOTENZIALE FÜR FÜHRUNGSKRÄFTE

Fragt man Führungskräfte, in welchen Bereichen sie sich weiterentwickeln wollen, werden in erster Linie unternehmerische und fachliche Kompetenzen genannt. Mitarbeiter hingegen sind der Auffassung, dass ihre Führungskräfte ihre sozialen Kompetenzen inklusive Führungs- und Motivationsfähigkeiten verbessern sollten, ein Aspekt der von den Führungskräften erst nachrangig genannt wird.

STARKE FÜHRUNGSKRÄFTE – STARKE MITARBEITER

Mitarbeiter spiegeln mit ihren Leistungen und in ihrer Motivation die Führungsfähigkeiten des Chefs wider. Starke Mitarbeiter haben einen Chef, der eine starke Führungskompetenz hat. Mitarbeiterführung basiert nicht allein auf fachlicher Kompetenz, sondern auf Charakter und persönlichen Fähigkeiten.

Führung heißt, Verantwortung für die Menschen zu übernehmen, die sich der eigenen Führung anvertrauen. Eine Laissez-Faire-Mentalität ist auf Dauer demotivierend und unproduktiv. Mitarbeiter suchen nach gestalterischen Freiräumen, müssen dann aber auch bereit sein, Verantwortung für den Erfolg mit zu übernehmen.

GUTE PERSONALFÜHRUNG HAT VIELE POSITIVE EFFEKTE

Vergessen wird oft der positive Effekt, den gute Führung für die Führungskraft persönlich mit sich bringt.  Gute Führung bringt dem Vorgesetzten nicht nur bessere Ergebnisse und mehr Erfolg. Eine gute Zusammenarbeit mit dem Team sorgt auch für mehr Zufriedenheit und Motivation für die Führungskraft. Von guter Führung profitieren also Führungskräfte und Mitarbeiter gleichermaßen.

MEHR UNTERSTÜTZUNG FÜR FÜHRUNGSKRÄFTE IST NOTWENDIG

Aber wie lassen sich diese Probleme zwischen Führungskraft und Mitarbeiter lösen? 65 Prozent der Führungskräfte fühlen sich laut der Studie zu wenig auf ihre Aufgabe als Führungskraft vorbereitet. Dabei gibt es eine Vielzahl von Werkzeugen und Techniken, die helfen, die Führungsaufgaben erfolgreich zu lösen. Doch an erster Stelle steht immer die innere Einstellung, die die Führungskraft den Mitarbeitern entgegenbringt.

5 TIPPS ZUR PERSONALFÜHRUNG

  1. Machen Sie sich bewusst: Personalführung ist Ihre wichtigste Aufgabe als Führungskraft. Diese Aufgabe ist gleichermaßen anspruchsvoll, vielseitig und spannend.
  2. Versuchen Sie nicht, perfekt zu sein, bleiben Sie vielmehr offen und lernbereit. Sie werden als Führungskraft nie auslernen.
  3. Bringen Sie jedem einzelnen Mitarbeiter Wertschätzung und Vertrauen entgegen.
  4. Jeder Mitarbeiter bekommt die Unterstützung, die er für die Bewältigung seiner Aufgaben braucht.
  5. Fairness und offene Kommunikation bestimmen die Zusammenarbeit.

PERSONALFÜHRUNG ALS LEBENSLANGE HERAUSFORDERUNG

Die Qualität der Führung ist abhängig von den Fähigkeiten, mit anderen Menschen umgehen zu können. Gute Führung bedeutet lebenslanges Reflektieren und Lernen und erfordert auch immer wieder die Bereitschaft, sich selbstkritisch mit den eigenen Verhaltensweisen auseinanderzusetzen.

BEITRAINING Berlin-Mitte unterstützt Sie dabei als langfristiger und kompetenter Partner in der Personalführung und -entwicklung.  Fragen Sie nach unseren Führungsseminaren und -Workshops, Mandantenpaketen und Coaching-Angeboten. 

Ihr Andreas Boenisch – ab@boenisch.com – Partner BEITRAINING Berlin-Mitte

Comments

  1. Schöner Beitrag!
    Gerade in unserer Branche ist die Personalführung ein heißes Thema.. Sobald Schichtarbeit und Dienste an Wochenenden, Feiertagen und auch sonst zu allen ungünstigen Zeiten zum Alltag gehören, ist es ein Muss, dass sich die Führung mit der fairen Verteilung auseinandersetzt.
    Leider gibt es doch sehr viele Negativbeispiele, aber die gibt es ja überall.. 😉
    Trotz allem unternehmerischem Denken, der einfache Arbeiter darf nicht auf der Strecke bleiben.

    Beste Grüße aus Nürnberg
    Chris

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